Kaffee-Upselling: 10 einfache Ideen für mehr Umsatz im Café
Ein Kaffee kostet vielleicht nur ein paar Euro. Für Cafés, Bäckereien, Hotels oder Coffee-Shops kann er trotzdem eine interessante Möglichkeit sein, den Umsatz pro Gast zu erhöhen.
Denn häufig muss dafür gar kein komplett neues Produkt verkauft werden.
Ein Gast bestellt einen Cappuccino und daraus kann mit dem richtigen Angebot schnell ein etwas größerer Warenkorb entstehen.
Genau darum geht es beim Kaffee-Upselling.
Dabei sollte eine Sache aber nicht vergessen werden:
Ein gutes Upselling-Angebot darf nicht komplizierter sein als das Produkt selbst.
Denn wenn aus einem zusätzlichen Verkaufsschritt plötzlich mehrere Handgriffe für das Personal entstehen, kann der zusätzliche Umsatz schnell durch zusätzlichen Aufwand aufgefressen werden.
Hier kommen zehn Möglichkeiten, wie Kaffee-Upselling funktionieren kann.
Was bedeutet Kaffee Upselling?
Beim Upselling wird einem Kunden zu seinem ursprünglichen Kauf eine höherwertige oder zusätzliche Optionangeboten.
Beim Kaffee kann das zum Beispiel sein:
- eine größere Größe
- ein Extra Shot Espresso
- eine alternative Milch
- ein Aroma
- ein Topping
- ein passendes Gebäck
- ein saisonales Kaffeeangebot
Das Ziel ist einfach:
Der Gast gibt etwas mehr aus, ohne dass sich der eigentliche Kauf komplizierter anfühlt.
Gerade Kaffee eignet sich dafür gut, weil viele Gäste ohnehin regelmäßig Kaffee kaufen.
10 Ideen für Kaffee-Upselling
1. Die größere Kaffeegröße
Eine der einfachsten Möglichkeiten:
„Möchtest du den großen Kaffee?“
Der Unterschied zwischen zwei Größen kann für den Gast überschaubar sein, während sich der zusätzliche Umsatz über viele Bestellungen summieren kann.
Wichtig ist dabei, dass der Preisunterschied verständlich bleibt und die größere Variante tatsächlich einen wahrnehmbaren Mehrwert bietet.

2. Ein Extra Shot Espresso
Für viele Kaffeetrinker ist ein zusätzlicher Espresso-Shot eine einfache Möglichkeit, das Getränk aufzuwerten.
Zum Beispiel:
Cappuccino → Cappuccino + Extra Shot
Der Vorteil:
Die Grundlage des Getränks bleibt gleich. Es kommt lediglich eine zusätzliche Komponente dazu.
3. Milchalternativen
Hafer-, Soja- oder andere Milchalternativen gehören mittlerweile für viele Gäste selbstverständlich zum Kaffeeangebot.
Sie können ebenfalls Bestandteil eines Upselling-Konzepts sein.
Wichtig ist dabei vor allem eine einfache Kommunikation:
„Auch mit Hafermilch erhältlich.“
Je weniger Erklärung notwendig ist, desto einfacher funktioniert das Angebot im Alltag.
4. Kaffee mit zusätzlichem Aroma
Vanille, Karamell, Haselnuss oder andere Geschmacksrichtungen können aus einem normalen Kaffee ein individuelles Getränk machen.
Klassischerweise passiert das über Sirup.
Das funktioniert, bringt aber auch zusätzliche Abläufe mit sich:
Flasche bereitstellen, Dosierer bedienen, nachfüllen, reinigen und lagern.
Genau hier lohnt sich die Frage:
Muss ein Kaffee-Aroma eigentlich immer flüssig angeboten werden?

5. Kaffee + Gebäck als Kombination
Kaffee und Gebäck gehören ohnehin zusammen.
Statt beide Produkte komplett getrennt anzubieten, kann eine Kombination daraus entstehen:
Kaffee + Croissant
oder
Cappuccino + Kuchen
Ein kleines Kombi-Angebot kann für den Gast leichter verständlich sein als mehrere einzelne Zusatzangebote.

6. Saisonale Kaffee-Specials
Ein saisonales Getränk kann Aufmerksamkeit erzeugen.
Zum Beispiel:
- Winter: Haselnuss oder Spekulatius
- Frühling: Vanille
- Sommer: besondere kalte Kaffeevarianten
- Herbst: saisonale Gewürze
Der Vorteil:
Das Angebot verändert sich regelmäßig und kann dadurch immer wieder einen neuen Kaufanreiz schaffen.
7. Premium-Kaffee anbieten
Nicht jeder Gast möchte einfach nur „einen Kaffee“.
Eine zweite Ebene im Angebot kann deshalb sinnvoll sein:
Standardkaffee
und
Premiumkaffee
Zum Beispiel mit besonderer Bohne, spezieller Röstung oder einer besonderen Zubereitung.
So kann ein Teil der Gäste bewusst zu einem höherpreisigen Produkt greifen.
8. Toppings und kleine Extras
Manchmal braucht es gar kein komplett neues Getränk.
Ein kleines Extra kann bereits einen Unterschied machen:
- Kakao
- Zimt
- Schokolade
- Gewürze
- Sahne
- besondere Aromen
Das Entscheidende ist:
Das Extra muss zum Kaffee passen und einfach anzubieten sein.
9. Self-Service-Upselling
Das ist ein Bereich, der meiner Meinung nach noch viel interessanter wird.
Denn normalerweise funktioniert Kaffee-Upselling so:
Servicekraft → fragt nach → bereitet zu → kassiert
Aber muss das immer so sein?
Was wäre, wenn ein Teil des Upsellings direkt beim Gast stattfinden könnte?
Der Gast bekommt seinen Kaffee und kann selbst entscheiden:
„Möchte ich noch etwas dazu?“
Das reduziert nicht nur die Kommunikation an der Theke.
Es kann auch einen zusätzlichen Arbeitsschritt für das Personal vermeiden.
10. Aromastreifen für Kaffee
Genau hier entsteht eine interessante Alternative zum klassischen Sirup.
Ein Beispiel dafür sind Aromastreifen für Kaffee wie STR1PES.
Dabei wird das Aroma nicht über eine Dosierflasche angeboten, sondern in einem festen Streifen.
Der Gast nimmt den Streifen selbst und gibt ihn in seinen Kaffee.
Das Prinzip ist denkbar einfach:
Kaffee → Streifen → umrühren → fertig.
Dadurch kann das Angebot direkt beim Gast platziert werden.
Und genau das macht es für Kaffee-Upselling interessant.
Denn statt:
„Möchten Sie noch Sirup?“
kann das Angebot einfach sichtbar sein.
Der Gast entscheidet selbst.
Warum einfaches Upselling oft besser funktioniert
Ein häufiges Problem beim Upselling ist nicht unbedingt das Produkt.
Es ist der zusätzliche Ablauf.
Ein neues Angebot bedeutet möglicherweise:
- zusätzlichen Lagerplatz
- zusätzliche Produkte
- zusätzliche Handgriffe
- zusätzliche Reinigung
- zusätzliche Vorbereitung
- zusätzliche Kommunikation mit dem Gast
Deshalb sollte man bei jedem neuen Upselling-Angebot nicht nur fragen:
„Wie viel kann ich damit verdienen?“
Sondern auch:
„Wie viel Aufwand entsteht dadurch?“
Denn ein Produkt, das 50 Cent zusätzlichen Umsatz bringt, aber jedes Mal mehrere Handgriffe verursacht, ist möglicherweise weniger interessant als ein Produkt, das der Gast selbstständig nutzen kann.
Was gutes Kaffee-Upselling ausmacht
Ein gutes Upselling-Angebot sollte möglichst viele dieser Eigenschaften erfüllen:
Einfach verständlich
Der Gast muss sofort wissen, was er bekommt.
Einfach anzubieten
Die Servicekraft sollte keinen langen Verkaufsprozess daraus machen müssen.
Einfach zuzubereiten
Je weniger zusätzliche Arbeit, desto besser.
Gut sichtbar
Ein Angebot, das niemand sieht, wird auch selten gekauft.
Guter wahrgenommener Mehrwert
Der Gast muss das Gefühl haben:
„Für den kleinen Aufpreis bekomme ich etwas Besonderes.“
Passend zum bestehenden Produkt
Das Upselling sollte den Kaffee ergänzen und nicht vom eigentlichen Produkt ablenken.
Kaffee-Upselling muss nicht aufdringlich sein
Viele Menschen verbinden Upselling mit Verkaufssätzen wie:
„Möchten Sie noch …?“
Das kann funktionieren.
Aber es gibt auch eine andere Möglichkeit:
Das Produkt einfach sichtbar machen.
Wenn ein Gast neben seinem Kaffee verschiedene Möglichkeiten zur Individualisierung sieht, kann daraus ein natürlicher Impuls entstehen.
Gerade bei Selbstbedienung oder stark frequentierten Verkaufsstellen kann das interessant sein.
Fazit: Mehr Umsatz muss nicht mehr Arbeit bedeuten
Kaffee bietet viele Möglichkeiten für Zusatzverkäufe.
Die Herausforderung besteht allerdings darin, diese Möglichkeiten so in den Ablauf zu integrieren, dass sie nicht gleichzeitig mehr Arbeit für das Personal bedeuten.
Größere Größen, Extra Shots, Milchalternativen, Gebäck, Aromen oder kleine Extras können funktionieren.
Aber die entscheidende Frage bleibt:
Wie einfach lässt sich das zusätzliche Angebot in den bestehenden Ablauf integrieren?
Denn vielleicht ist das beste Kaffee-Upselling nicht das, das die Servicekraft zusätzlich verkaufen muss.
Sondern das, für das der Gast selbst entscheidet.
Und genau dort können neue Konzepte wie Aromastreifen interessant werden.
Häufige Fragen zum Kaffee-Upselling
Was ist Kaffee-Upselling?
Kaffee-Upselling bezeichnet Maßnahmen, mit denen Cafés, Bäckereien, Hotels oder andere Gastronomiebetriebe den Wert einer Kaffeebestellung durch zusätzliche oder höherwertige Angebote steigern.
Welche Kaffee-Upselling-Ideen gibt es?
Mögliche Ideen sind größere Kaffeegrößen, Extra Shots, Milchalternativen, Aromen, Toppings, Gebäck-Kombinationen, saisonale Getränke oder Premium-Kaffees.
Wie kann ein Café den Umsatz pro Kaffee erhöhen?
Eine Möglichkeit ist, passende Zusatzangebote anzubieten, die einen wahrgenommenen Mehrwert schaffen und gleichzeitig einfach in den bestehenden Serviceablauf integriert werden können.
Ist Kaffee-Upselling auch ohne zusätzliche Arbeit für das Personal möglich?
Ja. Besonders interessant können Angebote sein, die der Gast selbstständig nutzen kann. Dadurch kann ein zusätzlicher Verkauf entstehen, ohne dass jeder einzelne Zusatzverkauf einen weiteren Arbeitsschritt für die Servicekraft erfordert.
Was sind Aromastreifen für Kaffee?
Aromastreifen sind feste Streifen, die Aroma und Süße enthalten und direkt in den Kaffee gegeben werden können. Dadurch können sie eine Alternative zu klassischen flüssigen Aromen wie Kaffeesirup darstellen.